Party Express,
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PartyExpress
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Die Legende von PartyeXpress
Einer alten Sage zufolge, die nur in stillen Nächten zwischen den Winden weitergegeben wird, gab es einst eine Zeit, in der die Menschen Stofffetzen vor ihre Gesichter banden. Nicht aus Scham, sondern um sich vor einem unsichtbaren Fluch zu schützen – einem Virus, das Millionen der Alten und Schwachen hinwegraffte.
Die Welt verstummte.
Die Straßen waren leer, das Lachen verklang, und selbst die Farben schienen ihren Glanz verloren zu haben. Grau lag über Städten und Dörfern wie ein endloser Nebel.
Doch in jener dunklen Zeit erhob sich eine Menschenfrau namens Nicole. Tief in ihrem Herzen brannte ein Funke, der sich weder von Angst noch von Einsamkeit ersticken ließ. Sie glaubte fest daran, dass irgendwo auf dieser Welt noch etwas existierte, das den Menschen Freude, Gemeinschaft und Hoffnung zurückbringen konnte.
So machte sich Nicole auf die Suche nach den vier Rhythmen.
Ihr Weg führte sie zu einer uralten Berghalde, auf deren Gipfel ein geheimnisvolles X-Polygon aus Stein ruhte. Manche behaupteten, es sei älter als die Zeit selbst. Andere erzählten, dort seien einst die Klänge der Welt geboren worden.
Drei Tage und drei Nächte wanderte Nicole zwischen schroffen Felsen, dichtem Nebel und schweigenden Schatten. Weder Hunger noch Kälte konnten ihren Willen brechen. Erst als der dritte Morgen dämmerte, stieg sie wieder vom Berg herab.
In ihren Händen trug sie vier steinerne Tafeln.
Auf die erste war Pop geschrieben.
Auf die zweite Schlager.
Auf die dritte Party.
Und auf die vierte Rock.
Es waren keine gewöhnlichen Tafeln.
In ihnen schlummerten uralte Rhythmen – geschaffen, um Menschen zu verbinden, Herzen zu berühren und selbst in den dunkelsten Zeiten Freude zu schenken.
Mit den vier Tafeln machte sich Nicole erneut auf den Weg. Sie wusste, dass selbst die größten Schätze wertlos waren, solange niemand da war, sie miteinander zu teilen.
Schon bald begegnete sie fünf besonderen Charakteren. Jeder war anders. Jeder trug seine eigene Geschichte, seine eigenen Narben und seine eigene Stärke in sich. Doch eines verband sie alle: der Wunsch, gemeinsam etwas zu erschaffen, das größer war als jeder Einzelne.
Von diesem Tag an waren sie sechs.
Gemeinsam durchquerten sie kleine, dunkle und verruchte Gassen. Der Weg war hart, voller Steine und Hindernisse. Oft zweifelten sie, oft stolperten sie, doch niemals ließen sie einen ihrer Gefährten zurück.
Drei Jahre lang marschierten sie gemeinsam.
Dann geschah etwas, womit keiner gerechnet hatte.
Ganz weit am Horizont erschien die Morgenröte.
Sie leuchtete heller als alles, was sie je gesehen hatten. Sie versprach Wärme nach der Kälte, Hoffnung nach der Dunkelheit und den Lohn für jeden einzelnen Schritt.
Ohne viele Worte sahen sich die sechs Freunde an.
Sie wussten, dass ihr Ziel zum Greifen nah schien.
Und so beschleunigten sie ihren Schritt.
Doch während ihre Augen nur noch auf den Horizont gerichtet waren, regte sich hinter ihnen etwas.
Aus den Schatten erhob sich der Große Dunkle Neid.
Anfangs war er kaum größer als ein Stein am Wegesrand. Doch mit jedem Schritt der sechs Gefährten wuchs er. Genährt von Missgunst, Gier und den Blicken jener, die anderen ihren Erfolg nicht gönnten, wurde er größer und mächtiger.
Keiner der sechs schaute zurück.
Sie hatten keinen Grund dazu.
Sie glaubten, das Schwerste bereits hinter sich gelassen zu haben.
Als der Große Dunkle Neid schließlich doppelt so hoch wie die Gefährten selbst war, zögerte er nicht länger.
Mit einem gewaltigen Schlag stürzte er sich auf sie.
Er nahm ihnen alles.
Jede Errungenschaft.
Jeden mühsam erkämpften Besitz.
Jeden Lohn der vergangenen drei Jahre.
Als der Sturm vorüber war, standen die sechs Freunde mit leeren Taschen auf dem steinigen Weg.
Alles war verloren.
Alles...
Bis auf die vier Steintafeln.
Pop.
Schlager.
Party.
Rock.
Diese konnte selbst der Große Dunkle Neid ihnen nicht entreißen.
Lange sprach niemand ein Wort.
Ihre Herzen waren schwer.
Ihre Seelen trugen Risse wie altes Gestein.
Doch schließlich hob Nicole eine der Tafeln auf.
Die anderen taten es ihr gleich.
Schweigend setzten sie ihren Weg fort.
Von nun an gingen sie langsamer.
Vorsichtiger.
Mit der ständigen Furcht, dass der Große Dunkle Neid hinter der nächsten Wegbiegung erneut auf sie warten könnte.
Mit der Zeit lernten sie, mit leeren Taschen zu leben.
Sie gewöhnten sich an den langsameren Schritt.
Sie gewöhnten sich sogar an die Angst.
Doch niemals ließen sie die vier Steintafeln los.
Denn sie hatten erkannt, dass wahrer Reichtum nicht in Gold, Besitz oder Ruhm lag, sondern in dem, was selbst der Neid niemals rauben konnte.
Und so erzählen sich die Alten bis heute, dass man an manchen Abenden sechs Gestalten am Horizont erkennen kann. Langsam, aber unbeirrbar ziehen sie ihrem Ziel entgegen. Manche sagen, sie seien längst angekommen. Andere glauben, ihr Weg werde niemals enden.
Doch jene, die genau hinsehen, wissen die Wahrheit:
Nicht das Ziel macht eine Legende.
Sondern der Mut, nach jedem Sturz wieder aufzustehen und gemeinsam weiterzugehen.
Und die Moral der Geschichte lautet:
Wenn sie noch nicht angekommen sind, dann laufen die sechs noch heute dem Horizont entgegen. Denn Hoffnung kennt keinen letzten Schritt – nur den Mut, den nächsten zu gehen.